Ich habe bereits ein Visum für Deutschland und einen gültigen Pass

Aktuell gibt es keine Linienflüge aus Afghanistan. Ortskräfte, die für eine deutsche Behörde (z.B. das Entwicklungsministerium) oder das deutsche Militär oder die deutsche Polizei gearbeitet haben und bereits ein Visum für Deutschland und einen gültigen Pass haben, können aber versuchen, über ein Nachbarland auszureisen. Auf dem Weg zur Grenze sind Sie allerdings auf sich allein gestellt. Überlegen Sie sich gut, ob Sie die Grenze sicher erreichen können. Es gibt aktuell auch keine Garantie, dass Sie die Grenze passieren dürfen. Wenn Sie sich auf den Weg machen wollen, sollten Sie sich direkt bei Ihrem früheren Arbeitgeber melden.

Falls Sie keine E-Mail-Adresse Ihres Arbeitgebers haben, finden Sie hier E-Mail-Adressen großer Arbeitgeber:

Informationen zur Situation an der Grenze nach Pakistan finden Sie auf https://www.kabulluftbruecke.de/information/. Die Organisation Kabul Luftbrücke kann Sie möglicherweise auch direkt unterstützen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Ich brauche Hilfe bei der Ausreise“.

Deutschland versucht aktuell Absprachen mit den Nachbarstaaten und den Taliban zu treffen, um eine sichere  Einreise in die Nachbarländer für Sie zu ermöglichen. Ob dies auch  für Menschen ohne gültigen Pass möglich sein wird, wird noch geklärt. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir Sie hier und auf facebook informieren.

Wenden Sie sich an die deutsche Botschaft in den Nachbarländern, sobald Sie diese erreicht haben.  Diese wird Sie dann bei der Weiterreise nach Deutschland unterstützen. Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Ihrer Nähe finden Sie auf auswaertiges-amt.de.

Ich habe eine Aufnahmezusage und einen gültigen Pass, aber kein Visum

Aktuell gibt es keine Linienflüge aus Afghanistan. Ortskräfte, die für eine deutsche Behörde (z.B. das Entwicklungsministerium) oder das deutsche Militär oder die deutsche Polizei gearbeitet haben, sollten sich bei ihrem früheren Arbeitgeber melden.

Falls Sie keine E-Mail-Adresse Ihres Arbeitgebers haben, finden Sie hier E-Mail-Adressen großer Arbeitgeber:

Alternativ finden Sie auf bamf.de ein Kontaktformular, über das Sie Ihre Daten übermitteln können.
 
Sie können auch das Formular des Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte ausfüllen. Das Patenschaftsnetzwerk versucht dann, Ihnen zu helfen. Bitte beachten Sie: Das Patenschaftsnetzwerk ist nicht Teil der Regierung. Sie können nicht darüber entscheiden, wer nach Deutschland kommen darf. Die Mitarbeiter*innen arbeiten ehrenamtlich.

Deutschland versucht aktuell Absprachen mit den Nachbarstaaten und den Taliban zu treffen, um eine sichere  Einreise in die Nachbarländer für Menschen mit Aufnahmezusage zu ermöglichen. Ob dies auch für Menschen ohne gültigen Pass gelten wird, wird noch geklärt. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir Sie hier und auf facebook informieren.

Auf dem Weg zur Grenze sind Sie auf sich allein gestellt. Überlegen Sie sich gut, ob Sie die Grenze sicher erreichen können. Es gibt aktuell auch keine Garantie, dass Sie die Grenze passieren dürfen.

Informationen zur Situation an der Grenze nach Pakistan finden Sie auf https://www.kabulluftbruecke.de/information/. Die Organisation Kabul Luftbrücke kann Sie möglicherweise auch direkt unterstützen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Ich brauche Hilfe bei der Ausreise“.

Sobald Sie die Grenze passiert haben, können sich Personen mit Aufnahmezusage an die deutsche Botschaft in den Nachbarländern wenden, sobald sie diese erreicht haben. Diese wird Sie dann bei der Weiterreise nach Deutschland unterstützen. Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Ihrer Nähe finden Sie auf auswaertiges-amt.de.

Ich habe ein Visum oder eine Aufnahmezusage für mich, aber nicht für meine Familie. Was tun?

Wenn Sie ein Visum oder eine Aufnahmezusage als Ortskraft oder gefährdete Person bekommen haben, dürfen Sie in der Regel Ihre Kernfamilie mitnehmen. Das sind Ihr*e Ehepartner/Ehepartnerin und minderjährige Kinder, sowie in Ausnahmefällen Ihre ledigen Kinder über 18 Jahre. Laut unseren Informationen passiert es allerdings, dass Ortskräfte und gefährdete Personen nur für sich oder nur für einen Teil ihrer Kernfamilie ein Visum oder eine Aufnahmezusage erhalten. Wenn das auf Sie zutrifft, sollten Sie beim Auswärtigen Amt um eine Erweiterung der Aufnahmezusage für alle Mitglieder Ihrer Kernfamilie bitten. Nennen Sie dabei unbedingt alle Namen, Geburtsdaten, Geburtsorte, Passnummern und ihr Verwandtschaftsverhältnis.

Schreiben Sie an Ihren Arbeitgeber sowie an die E-Mail-Adresse, die Ihnen Ihre Aufnahmezusage geschickt hat. Wenn das nicht möglich ist, versuchen Sie es bei folgenden E-Mail-Adressen:

Bitte beachten Sie: Wenn Sie Familienmitglieder außerhalb Ihrer Kernfamilie, also z.B. volljährige Geschwister oder Ihre Eltern mit nach Deutschland bringen möchten, müssen Sie einen sogenannten Härtefallantrag nach §36 Absatz 2 Aufenthaltsgesetz stellen. Die Voraussetzungen sind aber sehr hoch und schwer zu erfüllen. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt "Welche Angehörigen kann ich nachholen?" in unserem Kapitel "Familiennachzug".

Ich habe eine Aufnahmezusage. Was muss ich mit der BAMF-Nummer oder BMI-Nummer machen?

Sobald Sie eine Aufnahmezusage haben, bekommen Sie auch ein internes Aktenzeichen. Das ist die BAMF-Nummer oder BMI-Nummer. Jede Ortskraft bekommt sowohl eine BAMF-Nummer als auch eine BMI-Nummer. Es genügt im weiteren Aufnahme- und Ausreiseprozess aber, wenn Sie eine der Nummern angeben. Bitte beachten Sie: Die Familienangehörigen, die mit Ihnen aufgenommen werden, haben dieselbe Nummer wie Sie.

Wichtig: Geben Sie diese Nummern nicht an Dritte weiter, sondern nutzen Sie sie nur in der Kommunikation mit den deutschen Behörden und den Organisationen, die für die deutschen Behörden arbeiten.

Ich habe eine Aufnahmezusage, aber keine BMI-Nummer. Was tun?

Die BMI-Nummer ist ein individuelles Aktenzeichen und sehr nützlich. Damit können Sie Ihren Fall beschleunigen. Falls Sie noch keine BMI-Nummer haben, können Sie diese beim Auswärtigen Amt anfordern. Schreiben Sie dazu eine E-Mail an poststelle@auswaertiges-amt.de. In die Betreffzeile schreiben Sie „Referat 401“. Sie erhalten dann eine automatische Antwort. Diese automatische Antwort müssen Sie beantworten, um Ihre BMI-Nummer zu erhalten.

Ich habe noch keine Aufnahmezusage

Ortskräfte, die für eine deutsche Behörde (z.B. das Entwicklungsministerium, GIZ, etc.) oder das deutsche Militär oder die deutsche Polizei gearbeitet haben, sollten eine sogenannte "Gefährdungsanzeige" bei Ihrem früheren Arbeitgeber stellen. Das ist eine Meldung, dass Sie gefährdet sind und (mit Ihrer Familie) nach Deutschland ausreisen möchten. Bitte beachten Sie: Sie können nur Ihre Kernfamilie mitnehmen. Das sind Ihr*e Ehepartner/Ehepartnerin und minderjährige Kinder, sowie in Ausnahmefällen Ihre ledigen Kinder über 18 Jahre.

Falls Sie keine E-Mail-Adresse Ihres Arbeitgebers haben, finden Sie hier E-Mail-Adressen großer Arbeitgeber:

In der Gefährdungsanzeige müssen Sie unbedingt folgende Informationen nennen:

  • Namen aller Personen
  • Geburtsdaten
  • Passnummern
  • Staatsangehörigkeit
  • Ihre E-Mail-Adresse und / oder Handynummer

Schreiben Sie auch, wo Sie wann gearbeitet haben und beschreiben Sie die Gefahr, in der Sie und Ihre Familie sind. Zum Beispiel, dass Sie bereits Drohungen oder ähnliches bekommen haben.

Alternativ finden Sie auf bamf.de ein Kontaktformular, über das Sie Ihre Daten übermitteln können.

Sie können auch das Formular des Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte ausfüllen. Das Patenschaftsnetzwerk versucht dann, Ihnen zu helfen. Bitte beachten Sie: Das Patenschaftsnetzwerk ist nicht Teil der Regierung. Sie können nicht darüber entscheiden, wer nach Deutschland kommen darf. Die Mitarbeiter*innen arbeiten ehrenamtlich.

Ihr Antrag wird dann geprüft. Wenn Sie eine Aufnahmezusage für Deutschland bekommen, werden Ihnen die deutschen Botschaften in den Nachbarländern Dokumente für die Einreise (eine Art Visum) nach Deutschland geben.

Deutschland versucht aktuell Absprachen mit den Nachbarstaaten und den Taliban zu treffen, um eine sichere  Einreise in die Nachbarländer für Menschen mit Aufnahmezusage zu ermöglichen. Ob dies auch für Menschen ohne gültigen Pass gelten wird, wird noch geklärt. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir Sie hier und auf facebook informieren.

Auf dem Weg zur Grenze sind Sie auf sich allein gestellt. Überlegen Sie sich gut, ob Sie die Grenze sicher erreichen können. Es gibt aktuell auch keine Garantie, dass Sie die Grenze passieren dürfen.

Sobald Sie die Grenze passiert haben, können sich Personen mit Aufnahmezusage an die deutsche Botschaft in den Nachbarländern wenden, sobald sie diese erreicht haben.  Diese wird Sie dann bei der Weiterreise nach Deutschland unterstützen. Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Ihrer Nähe finden Sie auf auswaertiges-amt.de.

Ich habe bereits eine Gefährdungsanzeige gestellt und nun eine Aufforderung von info@threatno.org bekommen, meine Daten zu vervollständigen.

Alle ehemaligen Ortskräfte, die eine Gefährdungsanzeige gestellt haben, bekommen zunächst eine Rückmeldung von info@threatno.org. In der E-Mail werden Sie aufgefordert, Ihre Daten zu vervollständigen. Die Vervollständigung der Daten ist notwendig, damit das Auswärtige Amt überprüfen kann, ob Sie für die Aufnahme nach Deutschland in Frage kommen. Falls die Überprüfung positiv ausfällt und Sie eine Aufnahmezusage bekommen, bekommen Sie anschließend eine weitere E-Mail mit den nächsten Schritten. Das kann aktuell leider länger dauern.

 

Ich habe vor 2013 für eine deutsche Behörde gearbeitet. Kann ich mich auch melden?

Wenn sie vor 2013 für eine deutsche Behörde, Organisation oder das deutsche Militär gearbeitet haben, können Sie sich auch bei Ihrem früheren Arbeitgeber melden und Ihre Gefährdung anzeigen. Ihre Chancen sind aber gering. Die Bundesregierung ist aktuell nur bereit, diejenigen Ortskräfte aufzunehmen, die nach 2013 für Deutschland gearbeitet haben.

Ich habe für ein Sub-Unternehmen einer deutschen Behörde gearbeitet

Wenn Sie nicht direkt bei einer deutschen Behörde gearbeitet haben, sondern für ein Sub-Unternehmen, das mit einer deutschen Behörde zusammengearbeitet hat, sind Ihre Chancen auf eine Aufnahme in Deutschland leider sehr gering. Laut unseren Informationen ist eine Aufnahme nach Deutschland für diese Personengruppe nur in Einzelfällen möglich. Wenn Sie es versuchen möchten, müssen Sie sich bei Ihrem ehemaligen Arbeitgeber und der Behörde melden, für die Ihr Arbeitgeber tätig war.

Hier finden Sie die Adressen von deutschen Behörden und Organisationen, die in Afghanistan aktiv waren:

Alternativ finden Sie auf bamf.de ein Kontaktformular, über das Sie Ihre Daten übermitteln können.

Sie können auch das Formular des Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte ausfüllen. Das Patenschaftsnetzwerk versucht dann, Ihnen zu helfen. Bitte beachten Sie: Das Patenschaftsnetzwerk ist nicht Teil der Regierung. Sie können nicht darüber entscheiden, wer nach Deutschland kommen darf. Die Mitarbeiter*innen arbeiten ehrenamtlich.

Ich habe für die EU, die NATO oder eine andere internationale Organisation gearbeitet.

Wenn Sie für die EU, die NATO oder eine andere internationale Organisation gearbeitet haben, sollten Sie sich direkt an diese Organisation wenden. Die NATO erreichen Sie unter folgender E-Mail-Adresse: mbx.afglch@hq.nato.int.

Wo finde ich Hilfe, wenn ich bereits in einem anderen Land bin?

Der UNHCR versucht, geflüchtete Afghan*innen in den Nachbarländern zu unterstützen. Falls Sie Hilfe brauchen, können Sie sich an den UNHCR in dem Land wenden, in dem Sie sich aufhalten. Es kann länger dauern, bis Sie eine Antwort bekommen. Die Kontaktdaten des UNHCR für verschiedene Länder finden Sie auf help.unhcr.org.

Ich brauche Hilfe bei der Ausreise. Was kann ich tun?

Aktuell können nur Menschen mit einer Aufnahmezusage oder einem Visum für Deutschland bei der Ausreise unterstützt werden. Falls Sie ein Visum oder eine Aufnahmezusage haben und Hilfe bei der Ausreise benötigen, können Sie sich an die Organisation „Kabul Luftbrücke“ wenden. Füllen Sie dazu das Formular auf https://register.kabulluftbruecke.org/en aus.

Wenn Sie noch keine Aufnahmezusage haben, können Sie sich ebenfalls an Kabul Luftbrücke wenden. Füllen Sie dazu das Formular auf https://register.kabulluftbruecke.org/en aus. Die Mitarbeiter*innen dort werden dann prüfen, ob es Möglichkeiten für Sie gibt. Es kann sein, dass Sie länger auf eine Antwort warten müssen.

Wichtig: Kabul Luftbrücke ist nicht Teil der Regierung. Die Mitarbeiter*innen können nicht entscheiden, wer eine Aufnahmezusage für Deutschland bekommt.