Schengen-Länder

Schengen-Länder sind die europäischen Länder, die das Schengener Abkommen unterzeichnet haben. Zwischen diesen Ländern gibt es in der Regel keine Grenzkontrollen. Auf auswaertiges-amt.de können Sie die aktuellen Schengen-Länder sehen.

Schutzbedürftigkeit

Einige Personengruppen gelten in Deutschland als besonders schutzbedürftig. Für sie gelten zum Teil andere Regeln. Als besonders schutzbedürftige Flüchtlinge gelten Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen (über 65 Jahre), Schwangere, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Opfer von Menschenhandel, Personen mit schweren körperlichen Erkrankungen, Personen mit psychischen Erkrankungen und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben. Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge haben einen Anspruch auf eine gute Versorgung.

Sichere Drittstaaten

Sichere Drittstaaten sind Länder, in denen die Einhaltung der Menschenrechtskonvention und der Genfer Flüchtlingskonvention sichergestellt ist. Das trifft unter anderem auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und die Schweiz zu. Ausländer*innen, die aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland einreisen wollen, können bereits an der Grenze abgewiesen werden.

Sicheres Herkunftsland

Sichere Herkunftsländer sind Staaten, bei denen vermutet wird, dass es dort keine politische Verfolgung oder menschenunwürdige Behandlung gibt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Sichere Herkunftsländer".

Sicherung des Lebensunterhalts

Der Lebensunterhalt gilt als gesichert, wenn er ohne staatliche Unterstützung bestritten werden kann. Es muss also ausreichend eigenes Geld für Unterkunft, Krankenversicherung, Essen, Kleidung, etc. zur Verfügung stehen. "Ausreichend" bedeutet, dass mindestens so viel Geld zur Verfügung stehen muss, wie eine Person in der Regel vom Jobcenter bekommen würde.

Sozialhilfe

Sozialhilfe ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat für Personen ohne eigenes Geld oder mit sehr wenig Geld. Sie soll Armut und Ausgrenzung verhindern. In Abgrenzung zum Arbeitslosengeld II richtet sich Sozialhilfe an Personen, die nicht in der Lage sind, regelmäßig zu arbeiten. Zum Beispiel, weil sie krank sind oder sie ihre Kinder betreuen müssen. Sozialhilfe gibt es nur für Menschen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Rechtsgrundlage ist das SGB XII. Sozialhilfe wird von den Kommunen bezahlt.

sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Alle Arbeitnehmer und Auszubildenden, die mehr als 450€ im Monat verdienen, sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt bedeutet, dass die Person in der Arbeitslosenversicherung, der Krankenversicherung, der Unfallversicherung, der Rentenversicherung und der Pflegeversicherung versichert ist. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Sozialversicherungen".

subsidiärer Schutz

Subsidiärer Schutz ist eine Schutzform, die im Asylverfahren zuerkannt werden kann. Um subsidiären Schutz zu bekommen, muss eine Person in ihrem Land in großer Gefahr sein. Zum Beispiel weil der Person dort Folter oder die Todestrafe droht. Oder weil ihr Leben durch einen internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikt in Gefahr ist. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Aufenthaltserlaubnis für Geflüchtete".