Illegalisierte

Illegalisierte sind Menschen, die sich ohne Anmeldung in Deutschland aufhalten oder untergetaucht sind. Häufig spricht man auch von Menschen ohne Papiere oder Statuslosen.

Illegalisierten Menschen stehen Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu. In der Praxis können sie diese allerdings meistens nicht in Anspruch nehmen, da sie sonst riskieren, gemeldet, festgenommen, inhaftiert und schließlich abgeschoben zu werden.

Inobhutnahme

Inobhutnahme bedeutet, dass das Jugendamt sich um eine Unterkunft und das Leben eines Kindes oder Jugendlichen kümmert.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) werden bei ihrer Ankunft in Deutschland vom Jugendamt in Obhut genommen. Das heißt, dass das Jugendamt sich um die Unterkunft und das weitere Verfahren für das Kind oder den Jugendlichen kümmert. Auch minderjährige Flüchtlinge, die mit ihren Eltern (bzw. Sorgeberechtigen) in Deutschland sind, haben - zum Beispiel bei Gewalt in der Familie - ein Recht auf Inobhutnahme.

Integrationskurs

Der Integrationskurs ist ein Kurs über die deutsche Sprache und das Leben in Deutschland.

Der Integrationskurs soll Menschen, die nach Deutschland kommen, sich selbständig im Alltag zu bewegen, Arbeit zu finden und Kontakte zu Einheimischen zu schließen. Er besteht aus zwei Teilen: Dem Sprachkurs und dem Orientierungskurs. Der Sprachkurs dauert in der Regel 600 Stunden und schließt mit der B1-Prüfung ab. Danach folgt der Orientierungskurs, in dem u.a. Wissen über die Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Rechtsordnung in Deutschland vermittelt wird. Der Orientierungskurs endet ebenfalls mit einer Prüfung. Es gibt Vollzeit- und Teilzeitkurse. Mehr dazu in unserem Kapitel "Integrationskurse".