Ich bin schwanger - was muss ich als Erstes tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind, gibt es die Möglichkeit erst einmal selbst einen Schwangerschaftstest zu machen. Diesen können Sie in Drogerien und Apotheken kaufen. Stellen Sie fest, dass sie schwanger sind, sollten Sie zu einem Frauenarzt gehen. Frauenärzte finden Sie z.B. auf der Website frauenaerzte-im-netz.de. Sie können auch einen normalen Arzt nach einer Empfehlung fragen, wenn Sie keinen Frauenarzt kennen oder finden. Es gibt viele Frauenärztinnen in Deutschland. Sie können sich also auch von einer Frau betreuen lassen, falls Ihnen das lieber ist.

Sagen Sie bei der Terminvereinbarung beim Frauenarzt, dass Sie vermutlich schwanger sind. Dann müssen Sie nicht so lange auf einen Termin warten. Der Frauenarzt wird einen Blut- und Urintest machen und überprüfen, ob Sie wirklich schwanger sind und ob mit Ihnen und dem ungeborenen Kind alles in Ordnung ist. Wenn Sie schwanger sind, bekommen Sie einen sogenannten Mutterpass ausgehändigt. Im Mutterpass werden die Ergebnisse aller Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft notiert. Sie sollten Ihren Mutterpass jedes Mal vorzeigen, wenn Sie zu Ihrem Frauenarzt, Ihrer Hebamme oder ins Krankenhaus gehen. Nehmen Sie Ihren Mutterpass immer mit, wenn Sie Ihr zu Hause verlassen, so dass jeder Arzt im Notfall schnell die wichtigsten Informationen zu Ihrer Gesundheit, Ihrer Schwangerschaft und Ihrem Baby sehen kann.

Bitte beachten Sie: Generell gilt, dass jede Frau, unabhängig ob sie schwanger ist oder nicht, mindestens einmal im Jahr zur Vorsorge zum Frauenarzt gehen soll. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen. Wenn Sie noch im Asylverfahren sind, werden die Kosten allerdings nur übernommen, wenn Sie akute Schmerzen haben oder wenn Sie schwanger sind.

Welche medizinische Versorgung steht mir zu?

Jede schwangere Frau in Deutschland hat einen gesetzlichen Anspruch auf medizinische Betreuung. Die Kosten dafür werden entweder von Ihrer Krankenkasse oder dem Sozialamt übernommen.

In den ersten Monaten Ihrer Schwangerschaft sollten Sie alle vier Wochen zu Ihrem Frauenarzt gehen, in den letzten acht Wochen alle zwei Wochen. Ihr Frauenarzt wird Sie medizinisch untersuchen, um sicher zu sein, dass Sie und Ihr Kind gesund sind. Bei jedem Termin wird Ihr Arzt Sie wiegen, Ihren Blutdruck messen und Ihren Urin und manchmal auch Ihr Blut testen. Außerdem werden die Herztöne Ihres ungeborenen Kindes abgehört. Im dritten, sechsten und achten Monat wird zusätzlich ein Ultraschall von Ihrem Kind gemacht, um zu sehen, wie sich Ihr Kind entwickelt. Es ist wichtig, dass Sie diese Vorsorgeuntersuchungen nicht vergessen. Nur so kann Ihr Arzt Risiken frühzeitig erkennen und Sie gut betreuen und behandeln. Welche Untersuchungen wann notwendig sind, können Sie auch in Ihrem „Mutterpass“ sehen. Den Mutterpass bekommen Sie bei der ersten Vorsorgeuntersuchung. In ihm sind alle regulären Vorsorgeuntersuchungen aufgelistet.

Bitte beachten Sie: Zusätzlich zu den normalen Vorsorgeuntersuchungen gibt es Tests, die nach Hinweisen auf Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen bei Ihrem ungeborenen Kind suchen. Diese Tests nennt man „Pränataldiagnostik“. Diese Tests müssen Sie nicht machen. Falls Sie sie machen lassen wollen, müssen Sie derartige Tests in der Regel selbst bezahlen. Nur wenn Ihr Arzt einen Verdacht auf eine Fehlbildung oder Erkrankung Ihres ungeborenen Kindes hat, bezahlt die Krankenkassen die Kosten. Die Ergebnisse dieser Tests sind allerdings nicht immer eindeutig.

Was muss ich während der Schwangerschaft organisieren?

  • Sie können sich eine Hebamme, suchen, die Sie während der Schwangerschaft und nach der Geburt betreut. Eine Hebamme ist eine auf Schwangere und Säuglinge spezialisierte Pflegerin. Die Kosten für die Betreuung durch eine Hebamme werden von Ihrer Krankenkasse bezahlt. Eine Hebamme in Ihrer Nähe finden Sie auf hebammensuche.de. Sie können auch Ihren Frauenarzt nach einer guten Hebamme fragen. Starten Sie so früh wie möglich mit der Suche nach einer Hebamme, da diese viel zu tun haben.
  • Suchen Sie sich eine Klinik mit Geburtshilfe (Geburtsklinik) oder ein Geburtshaus aus, in der Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. Ein Geburtshaus ist ein von Hebammen geleitete Einrichtung, die persönlicher und gemütlicher als eine Klinik ist. Bei einer schwierigen Schwangerschaft („Risikoschwangerschaft“) sind Sie in einer Klinik besser aufgehoben. In vielen Kliniken und Geburtshäuser können Sie sich vorher in Ruhe umsehen und Fragen stellen. Eine Geburtsklinik in Ihrer Nähe können Sie auf deutsches-krankenhaus-verzeichnis.de finden. Ein Geburtshaus finden Sie auf hebammenverband.de
  • Wenn Sie mehr über die Geburt selbst erfahren möchten und sich auf diese vorbereiten möchten, können Sie einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme, wo Sie einen solchen Kurs finden können. Es gibt Kurse, die nur für Mütter sind oder nur für Väter und andere, die Sie gemeinsam als Paar besuchen können. Sie lernen Atemübungen und Entspannungstechniken und können alle Fragen zum Thema Geburt stellen.
  • Wenn Sie arbeiten und schwanger sind, haben Sie Anspruch auf „Mutterschaftsgeld“. Das „Mutterschaftsgeld“ sollten Sie sieben Wochen vor der Geburt bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Dazu brauchen Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes über den voraussichtlichen Geburtstermin, die Sie direkt an Ihre Krankenkasse schicken. Wenn Sie einen Minijob haben oder privat versichert sind, bekommen Sie ein reduziertes Mutterschaftsgeld. In diesem Fall müssen Sie das Mutterschaftsgeld direkt beim Bundesversicherungsamt beantragen. Füllen Sie dazu den Online-Antrag auf Mutterschaftsgeld aus und schicken ihn zusammen mit allen dort genannten Bescheinigungen an das Bundesversicherungsamt.
  • Wenn der Vater des Kindes direkt nach der Geburt in Elternzeit gehen will, sollte er spätestens sieben Wochen vor der Geburt seinen Chef darüber informieren. Mehr zum Thema Elternzeit erfahren Sie im Abschnitt „Ich möchte nach der Geburt meines Kindes im Job eine Pause machen – geht das?“.
  • Wenn Sie selbst direkt nach der Geburt in Elternzeit gehen möchten, sollten Sie spätestens eine Woche nach der Geburt Ihren Chef darüber informieren. Mehr zum Thema Elternzeit erfahren Sie im Abschnitt „Ich möchte nach der Geburt meines Kindes im Job eine Pause machen – geht das?“.
  • Wenn Sie nicht verheiratet sind, kann der Vater des Kindes die Vaterschaft beantragen. Nur wenn der Vater die Vaterschaft anerkennt, ist der Vater dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig. Und nur dann kann das Kind z.B. auch die Staatsbürgerschaft des Vaters bekommen. Um die Vaterschaft anzuerkennen, müssen die Eltern des Kindes gemeinsam zum Jugendamt Ihres Wohnortes gehen. Die Vaterschaftsanerkennung ist kostenlos. Die Mutter muss dazu ihren Mutterpass, ihren Ausweis und ihre Geburtsurkunde mitbringen. Der Vater muss seinen Ausweis und seine Geburtsurkunde mitbringen. Ausländische Geburtsurkunden müssen von einem beeidigten Dolmetscher übersetzt worden sein. Wenn Sie die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt machen möchten, müssen Sie außerdem die Geburtsurkunde Ihres Kindes mitbringen. Wenn Sie die geforderten Dokumente nicht haben, ist eine Vaterschaftsanerkennung in der Regel nicht möglich. Lassen Sie sich in diesem Fall von einer Beratungsstelle oder einem Anwalt beraten. Eine Beratungsstelle finden Sie z.B. auf dieser Website von Pro Asyl. Unter www.rechtsberaterkonferenz.de können Sie Anwälte finden, die auf die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden spezialisiert sind.

Welche Rechte habe ich am Arbeitsplatz?

Spätestens nach drei Monaten Schwangerschaft sollten Sie Ihrem Chef mitteilen, dass Sie schwanger sind. Dann hat er Zeit, eine Vertretung für Sie zu finden. Und Sie bekommen besondere Rechte. Sobald Ihr Chef von Ihrer Schwangerschaft weiß,

  • dürfen Sie keine schwere oder gefährliche Arbeit machen.
  • dürfen Sie weder Lärm noch Hitze, Nässe oder Zeitdruck ausgesetzt werden.
  • haben Sie ein Recht auf ausreichend Pausen.
  • dürfen Sie keine Überstunden machen.
  • dürfen Sie nachts nicht mehr arbeiten.
  • dürfen Sie am Sonntag und an Feiertagen nicht mehr arbeiten.

Außerdem dürfen Sie während der letzten sechs Wochen Ihrer Schwangerschaft nicht arbeiten – außer Sie selbst möchten unbedingt weiterarbeiten. In den ersten acht Wochen nach der Geburt dürfen Sie auf keinen Fall arbeiten. Das nennt man „Mutterschutz“. In dieser Zeit bekommen Sie „Mutterschaftsgeld“ anstelle Ihres normalen Lohns. Mehr zum Thema „Mutterschaftsgeld“ erfahren Sie im Abschnitt „Was muss ich während der Schwangerschaft organisieren?“.

Bitte beachten Sie: Bei einem Bewerbungsgespräch müssen Sie in der Regel nicht sagen, dass Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten. Wenn Sie danach gefragt werden, dürfen Sie auch mit einer Lüge antworten. Diese Regel gilt allerdings nicht für Jobs, die Sie als Schwangere nicht machen können (z.B. Model oder Tänzerin) und für Jobs, die Ihre Gesundheit als Schwangere gefährden.

 

Kann ich während der Schwangerschaft gekündigt werden?

Sie sind als schwangere Frau in Deutschland davor geschützt, Ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Von Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt Ihres Kindes und während der Elternzeit gilt für Sie Kündigungsschutz. Während dieser Zeit kann Ihr Chef Sie nicht kündigen. Sie müssen Ihren Chef aber darüber informieren, dass Sie schwanger sind. Am besten bringen Sie eine Bestätigung (Attest) vom Arzt. Denn nur mit einer schriftlichen Mitteilung sind Sie rechtlich abgesichert. Wenn Ihr Chef Sie kündigt und Sie ihn noch nicht informiert haben, können Sie innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung das Attest nachreichen.  Bitte beachten Sie: Wenn Sie einen befristeten Arbeitsvertrag haben und Ihr Vertrag während der Schwangerschaft ausläuft, muss Ihr Vertrag nicht verlängert werden. In diesem Fall müssen Sie sich einen neuen Job suchen oder sich arbeitslos melden.

Ich möchte nach der Geburt im Job eine Pause machen - geht das?

Wenn Sie mehr Zeit mit Ihrem Kind verbringen möchten, können Sie in „Elternzeit“ gehen. „Elternzeit“ ist eine unbezahlte Auszeit von Ihrem Job, die Eltern von Babys und kleinen Kindern beantragen können. Sie haben das Recht, pro Kind bis zu drei Jahre in Ihrem Job zu pausieren. In dieser Zeit arbeiten Sie nicht oder nur wenig (nicht mehr als 30 Stunden pro Woche). Während der „Elternzeit“ dürfen Sie in der Regel nicht gekündigt werden. Nach der Pause dürfen Sie an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren. Während der „Elternzeit“ bekommen Sie keinen Lohn. Sie können aber „Elterngeld“ beantragen. Das „Elterngeld“ soll Ihr fehlendes Einkommen ausgleichen. In der Regel bekommen Sie aber weniger „Elterngeld“ als vorher Lohn. Lassen Sie sich unbedingt vorab von einer Beratungsstelle zum Thema „Elterngeld“ beraten. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website des Familienportals. Dort gibt es auch einen sogenannten „Elterngeldrechner“, mit dessen Hilfe Sie die Höhe Ihres „Elterngelds“ berechnen können und weitere Informationen. Den Antrag auf „Elterngeld“ und das richtige Vorgehen für Ihr Bundesland finden Sie auf der Website familienportal.de.

 

Was muss ich nach der Geburt organisieren?

Sie müssen spätestens eine Woche nach der Geburt zum Standesamt des Geburtsortes Ihres Kindes gehen und die Geburt dort melden. Dort bekommen Sie die Geburtsurkunde für Ihr Kind. Die Ausstellung der Geburtsurkunde kostet ca. 20 Euro. Für die Anmeldung beim Standesamt müssen Sie folgende Dokumente mitbringen:

  • eine Bestätigung der Klinik über die Geburt („Geburtsanzeige“)
  • Ihren Ausweis + den Ausweis des Vaters (wenn Sie verheiratet sind oder er die Vaterschaft anerkannt hat)
  • Ihre Geburtsurkunde + die Geburtsurkunde des Vaters (wenn Sie verheiratet sind oder er die Vaterschaft anerkannt hat)
  • Ihre Heiratsurkunde (wenn Sie mit dem Vater des Kindes verheiratet sind)
  • die Bestätigung über die Vaterschaftsanerkennung (wenn Sie nicht mit dem Vater des Kindes verheiratet sind und der Name des Vaters auf der Geburtsurkunde stehen soll)

Wenn Sie nicht alle oben genannten Dokumente haben, können Sie in der Regel keine Geburtsurkunde für Ihr Kind bekommen. Sie können Ihr Kind aber beim Standesamt registrieren lassen. Dazu müssen Sie zum Standesamt gehen und einen „Auszug aus dem Geburtenregister“ beantragen. Dieser „Auszug aus dem Geburtenregister“ ist auch ein offizielles Dokument, das Sie für Anmeldungen und Anträge (z.B. für Kindergeld) nutzen können.

Bitte beachten Sie: Nur wenn Sie standesamtlich verheiratet sind, haben Sie beide das gemeinsame Sorgerecht für Ihr Kind. Wenn Sie nicht standesamtlich verheiratet sind, hat die Mutter das alleinige Sorgerecht. Derjenige, der das Sorgerecht hat, ist für die Erziehung des Kindes verantwortlich. Er entscheidet z.B. in welchen Kindergarten oder in welche Schule das Kind geht, mit wem es Umgang hat und wo es wohnt. Wenn Sie sich das Sorgerecht mit dem Vater des Kindes teilen möchten, müssen Sie beide eine sogenannte „Sorgerechtserklärung“ beim für Sie zuständigen Jugendamt abgeben. Das für Sie zuständige Jugendamt finden Sie auf familienportal.de.

Unterstützt der Staat Familien finanziell?

Der Staat unterstützt alle deutschen und zum Teil auch ausländische Familien mit dem sogenannten „Kindergeld“. Für jedes minderjährige Kind erhalten Sie pro Monat ca. 200 Euro Kindergeld. Die Höhe ist von der Anzahl Ihrer Kinder abhängig. Ob und wie viel Geld Sie verdienen, hat auf die Höhe des Kindergelds keinen Einfluss.  Ausländer haben ein Recht auf Kindergeld, wenn:

  • sie eine Aufenthaltserlaubnis haben, mit der sie in Deutschland arbeiten dürfen
  • sie eine Niederlassungserlaubnis haben
  • sie einen sozialversicherungspflichtigen Job haben oder Arbeitslosengeld bekommen und aus einem der folgenden Länder sind: Algerien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Marokko, Montenegro, Serbien, Tunesien, Türkei

Den Antrag auf Kindergeld müssen Sie schriftlich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit an Ihrem Wohnort stellen. Das passende Formular dazu finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit. Die für den Antrag notwendigen Unterlagen erhalten Sie zusammen mit der Geburtsurkunde beim für Sie zuständigen Standesamt. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Was muss ich nach der Geburt organisieren?“

Wenn Sie weitere finanzielle Unterstützung brauchen, können Sie sich an das Sozialamt oder das Jobcenter wenden. Wenn Sie kein oder wenig eigenes Einkommen haben, können Sie dort finanzielle Hilfen für Schwangerschaftsbekleidung, Babyausstattung, etc. beantragen. Sprechen Sie mit Ihrem Sachbearbeiter und zeigen Sie ihm Ihren Mutterpass. Zusätzlich können Sie auch finanzielle Unterstützung bei der Bundesstiftung Mutter und Kind beantragen. Das können Sie nur bei einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe machen. Beratungsstellen finden Sie auf der Website von familienplanung.de.

Wo bekomme ich Beratung & Unterstützung?

Es gibt in Deutschland viele Beratungsstellen für Schwangere. Sie helfen und unterstützen Sie bei allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website von familienplanung.de. Außerdem können Sie sich rund um die Uhr unter der  Telefonnummer 0800 - 40 40 020 an das Hilfetelefon Schwangere in Not wenden. Die Mitarbeiterinnen sprechen viele Sprachen und beraten Sie kostenlos und anonym zu allen Fragen.

Weitere Informationen rund um das Thema Schwangerschaft in vielen verschiedenen Sprachen finden Sie außerdem auf der Website zanzu.de.

Kann ich während der Schwangerschaft abgeschoben werden?

Generell können Sie auch während der Schwangerschaft abgeschoben werden, wenn Sie Deutschland verlassen müssen und nicht freiwillig ausreisen. Allerdings dürfen Sie in den letzten sechs Wochen vor der Geburt und den ersten acht Wochen nach der Geburt nicht abgeschoben werden. Für diese Zeit haben Sie in der Regel das Recht auf eine Duldung. Nach Ablauf der acht Wochen sind Sie dann erneut zur Ausreise verpflichtet und können mit Ihrem Baby abgeschoben werden. In unserem Kapitel „Asylantrag abgelehnt“ finden Sie Informationen über Ihre Möglichkeiten trotz Ausreisepflicht in Deutschland zu bleiben. Falls Ihnen die Abschiebung droht, sollten Sie sich von einer Beratungsstelle oder einem Anwalt beraten lassen. Eine Beratungsstelle finden Sie z.B. auf dieser Website von Pro Asyl. Unter www.rechtsberaterkonferenz.de können Sie Anwälte finden, die auf die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden spezialisiert sind.