Was kommt in welche Tonne?

In großen Städten gibt es in den Hinterhöfen vier verschiedene Tonnen, die meist bestimmte Farben haben. Auf dem Land müssen Sie eventuell zu einem Wertstoff- oder Recyclinghof fahren, um alle Tonnen zu finden. Oder sie warten auf den nächsten Abholtermin für bestimmten Müll und lagern ihn inzwischen z.B. in Ihrer Garage oder im Keller. Wann welcher Müll abgeholt wird, erfahren Sie im sogenannten „Abfallkalender“, den Sie jedes Jahr in Ihrem Briefkasten finden oder im Rathaus abholen können.

 In jede Tonne darf nur bestimmter Müll geworfen werden:

  • Gelbe Tonne (auch „Gelber Sack“ oder „Grüner-Punkt-Müll“): Leichtstoffverpackungen, also alle Verpackungen, die nicht aus Glas oder Papier sind (zum Beispiel Alufolien, Plastiktüten, Konservendosen, Joghurtbecher, Saft- und Milchkartons/Tetra-packs, Folien, Kunststoffflaschen, Kaffeeverpackungen)

  • Grüne oder blaue Tonne: Papierabfälle und Pappe, wie zum Beispiel Papiertüten, Zeitungen, Kataloge, Schreibpapier, Kartons, Zigarettenschachteln. Bitte beachten Sie: Sehr schmutziges Altpapier, wie z.B. Papierverpackungen von Lebensmitteln muss in die Restmülltonne. Saft- und Milchkartons/Tetra-packs gehören in den gelben Sack bzw. die gelbe Tonne.
  • Schwarze oder graue Tonne: Restmüll oder Hausmüll und alle Abfälle, die nicht wiederverwertet werden können (zum Beispiel Porzellan, Hygieneartikel, verschmutzte Verpackungen, kaputte Schuhe oder Gebrauchsgegenstände, Staubsaugerbeutel, Windeln, Zigarettenkippen, Fensterglas)
  • Bioabfall oder braune Tonne: Kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle (zum Beispiel Kaffee- und Teesatz, Obst- und Gemüsereste, Eier- und Fruchtschalen, Blätter). 

Auf fluechtlingshilfe-dahlem.com finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Mülleimern und Tonnen.

Was muss ich über "Pfand" wissen?

Seit 2003 gibt es in Deutschland eine sogenannte „Pfandpflicht“ für bestimmte Getränkeverpackungen: Wenn Sie bestimmte Plastik- und Glasflaschen oder Getränkedosen im Supermarkt kaufen, bezahlen Sie dafür einige Cents mehr. Wenn sie diese später leer an der Leergutannahmestelle in einem Supermarkt (meistens ein Automat) zurückgeben, bekommen Sie dieses Geld zurück. Das nennt man „Pfand“. Es gibt zwei verschiedene Arten dieser speziellen Flaschen:

  • Auf Einwegflaschen (die recycelt werden) finden Sie ein viereckiges Zeichen mit einer Dose und einer Flasche, die von einem Pfeil umschlungen sind. Das ist das Logo der Deutschen Pfand-System GmbH. Auf Flaschen oder Dosen mit solch einem Symbol erhalten Sie 25 Cent Pfand zurück.
  • Auf Mehrwegflaschen (die gewaschen und wieder befüllt werden) finden Sie entweder gar keine Kennzeichnung, einen „blauen Engel“ oder das Wort „Mehrweg(-Flasche)“, „Leihflasche“ oder „Pfandflasche“. Für Mehrwegflaschen erhalten Sie 15 Cent Pfand zurück. Bei Bierflaschen sind es 8 Cent.

Wenn Sie selbst keine Zeit oder Lust haben, Ihre Pfandflaschen zurückzubringen, können Sie sie auch gut sichtbar neben einem Abfalleimer auf der Straße stellen. Es gibt viele Leute in Deutschland, die diese Flaschen sammeln und sich so ein bisschen Geld dazuverdienen.

Was mache ich mit Glasflaschen ohne Pfand?

Glasflaschen, auf die es kein Pfand gibt, müssen in bestimmten Containern entsorgt werden. Das sind meistens Flaschen für Wein, Speiseöl, Essig, Saucen, Marmeladen oder Konservengläser. Es gibt normalerweise zwei oder drei Container: einen für Weißglas, einen für Braunglas und einen für Buntglas (blau und grün). Achten Sie darauf, Ihre Flaschen nicht früh am Morgen oder in der Nacht in die Container zu werfen, da dies sehr viel Lärm machen kann und in der Regel vor 8 Uhr und nach 20 Uhr verboten ist. Mehr dazu erfahren Sie unter "Ruhezeiten".

Bitte beachten Sie: Trinkgläser, Fensterglas und Teekannen oder Tassen aus Glas gehören nicht in den Glascontainer. Diese Art von Glas müssen Sie im Restmüll entsorgen.

Was mache ich mit Sondermüll, Elektroschrott, Sperrmüll und Altkleidern?

Sondermüll, Elektroschrott, Sperrmüll und Altkleider dürfen Sie nicht in den Hausmüll werfen. Insbesondere Sondermüll und Elektroschrott schaden der Natur und unserer Gesundheit enorm und müssen daher vom Hausmüll getrennt entsorgt werden. In den meisten Kommunen können Sie diese Sorte Müll auf dem Recycling- oder Wertstoffhof entsorgen. Für die Entsorgung müssen Sie manchmal eine kleine Gebühr bezahlen. Für Elektroschrott bekommen Sie aber manchmal aber sogar noch selbst ein wenig Geld. Einen Recyclinghof in Ihrer Nähe finden Sie, wenn Sie das Wort „Recyclinghof“ und den Namen Ihrer Kommune googeln. Oder Sie fragen im Bürgeramt nach der Adresse.

  • Sondermüll: Medikamente, Lösungsmittel, Batterien, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Pflanzenschutzmittel und nicht restlos entleerte Verpackungen von Farben und Klebern. In manchen Städten gibt es einen Abholservice, in anderen müssen sie selbst zum Wertstoffhof fahren. Ihr Bürgeramt kann Ihnen dazu mehr sagen. Energiesparlampen, LED und Batterien können auch in Drogeriemärkten und Baumärkten abgegeben werden.
  • Elektroschrott: alle Geräte, durch die elektrischer Strom fließt. In manchen Städten gibt es Sammelcontainer für kleinere Elektrogeräte, in anderen muss man zu einem Wertstoffhof fahren oder es kommt ein Abholservice. Ihr Bürgeramt kann Ihnen dazu mehr sagen. Kleine Elektrogeräte (wie Handys oder MP3-Player) können Sie auch bei großen Elektronikgeschäften abgeben. Große Geräte werden von den Elektronikgeschäften nur angenommen, wenn Sie dort ein ähnliches neues Produkt kaufen.
  • Sperrmüll: sperrige Gegenstände und Haushaltsgeräte, die wegen ihrer Größe und ihres Gewicht nicht in die normalen Tonnen passen. Es gibt Metall-, Holz- und Restsperrmüll. Sie können diese Dinge selbst zum Recyclinghof bringen. In vielen Städten gibt es auch feste Termine für die Abholung von Sperrmüll. Am besten fragen Sie im Bürgeramt nach.
  • Altkleider: In allen kleinen und großen Städten gibt es Altkleidercontainer, in denen noch brauchbare Kleidung und brauchbare Schuhe gesammelt werden. Auf der Webseite des DRK finden Sie einen Altkleidercontainer in Ihrer Nähe.

 

 

Wie vermeide ich Müll?

Wenn Sie generell Müll vermeiden möchten, helfen Ihnen vielleicht die folgenden Tipps:

  • regionale Produkte ohne Plastikverpackung kaufen,
  • langlebige Produkte und weniger kaufen,
  • Brotzeitdose und Trink- oder Thermoflasche für unterwegs mitnehmen,
  • Korb oder Einkaufstasche aus Stoff mitnehmen, statt Plastiktüten zu kaufen sowie
  • tauschen, leihen und reparieren – so sparen Sie außerdem auch Geld.

Weitere Ideen zum Umweltschutz finden Sie auf der mehrsprachigen Seite www.refugeeguide.de. Wenn Sie im Umweltschutz aktiv werden möchten, können Sie auf der Seite des Naturschutzbunds regionale Projekte in Ihrer Nähe finden.