Ich habe einen Reiseausweis für Flüchtlinge ("Blauer Pass")

Alle wichtigen Informationen zum Reiseausweis für Flüchtlinge finden Sie in unserem Kapitel „Blauer Pass“.

Ich habe einen Reiseausweis für Ausländer oder Staatenlose ("Grauer Pass")

Mit einem Reiseausweis für Ausländer oder Staatenlose („Grauer Pass“) können Sie grundsätzlich ins Ausland reisen. Für die meisten Länder brauchen Sie allerdings ein Visum. Und nicht alle Länder erkennen diesen Ausweis an. Ob das Land, in das Sie reisen möchten, Ihren Reiseausweis anerkennt und Ihnen ein Visum ausstellt, müssen Sie in der Botschaft des betreffenden Landes erfragen. Auf der letzten Seite dieses Dokuments vom UNHCR können Sie vorab prüfen, ob das Land, in das Sie reisen möchten, den „grauen Pass“ grundsätzlich anerkennt. Der Erfolg Ihres Visumsantrags hängt von verschiedenen Faktoren, wie Ihrem Herkunftsland, ihrer Nationalität, Ihrer Situation in Deutschland und weiteren Faktoren ab. Ob jemand ein Visum erhält, lässt sich schwer vorhersagen.

In die Schengen-Staaten dürfen Sie mit einem Reiseausweis für Ausländer oder Staatenlose („Grauer Pass“) ohne Visum einreisen und bis zu drei Monate bleiben. Zu den Schengen-Staaten gehören aktuell: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Bitte beachten Sie: Sie könnten Ihr Aufenthaltsrecht für Deutschland verlieren, wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis als subsidiär Schutzberechtigter oder aufgrund eines nationalen Abschiebungsverbots haben und  in Ihr Heimatland reisen. Denn wenn die Ausländerbehörde von Ihrer Reise erfährt, kann sie ein Widerrufsverfahren einleiten und Sie könnten Ihr Aufenthaltsrecht für Deutschland verlieren.

Ich habe einen Pass aus meinem Herkunftsland

Wenn Sie subsidiär schutzberechtigt sind oder aufgrund eines nationalen Abschiebungsverbots eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben und noch einen gültigen Pass aus Ihrem Heimatland besitzen, können Sie mit diesem Pass ins Ausland reisen und anschließend mit Ihrer Aufenthaltserlaubnis nach Deutschland zurückkehren. Ob Sie ein Visum für das Land brauchen, in das Sie reisen möchten, hängt von Ihrem Herkunftsland ab.

Bitte beachten Sie: Sie könnten Ihr Aufenthaltsrecht für Deutschland verlieren, wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis als subsidiär Schutzberechtigter oder aufgrund eines nationalen Abschiebungsverbots haben und  in Ihr Heimatland reisen. Denn wenn die Ausländerbehörde von Ihrer Reise erfährt, kann sie ein Widerrufsverfahren einleiten und Sie könnten Ihr Aufenthaltsrecht für Deutschland verlieren.

Ich habe eine Aufenthaltsgestattung oder eine Duldung

Wenn Sie noch im Asylverfahren sind oder Sie eine Duldung haben, dürfen Sie nicht ins Ausland reisen. Wenn Sie Deutschland verlassen, verlieren Sie Ihre Aufenthaltsgestattung oder Duldung und dürfen nicht wieder nach Deutschland einreisen.

Bitte beachten Sie: Für Schüler, die mit ihrer Klasse verreisen, kann die Ausländerbehörde eine Ausnahme machen. Erkundigen Sie sich so frühzeitig wie möglich nach einer Genehmigung bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde.