Was bedeutet "Vaterschaftsanerkennung"?

Wenn Sie nicht verheiratet sind, kann der Vater des Kindes die Vaterschaft anerkennen lassen. Nur wenn der Vater die Vaterschaft anerkennt, ist der Vater dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig. Und nur dann kann das Kind z.B. auch die Staatsbürgerschaft des Vaters bekommen. Um die Vaterschaft anzuerkennen, müssen die Eltern des Kindes gemeinsam zum Jugendamt Ihres Wohnortes gehen. Die Vaterschaftsanerkennung ist kostenlos. Die Mutter muss dazu ihren Mutterpass, ihren Ausweis und ihre Geburtsurkunde mitbringen. Der Vater muss seinen Ausweis und seine Geburtsurkunde mitbringen. Ausländische Geburtsurkunden müssen von einem beeidigten Dolmetscher übersetzt worden sein. Wenn Sie die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt machen möchten, müssen Sie außerdem die Geburtsurkunde Ihres Kindes mitbringen. Wenn Sie die geforderten Dokumente nicht haben, ist eine Vaterschaftsanerkennung in der Regel nicht möglich. Lassen Sie sich in diesem Fall von einer Beratungsstelle oder einem Anwalt beraten. Eine Beratungsstelle finden Sie z.B. auf dieser Website von Pro Asyl. Unter www.rechtsberaterkonferenz.de können Sie Anwälte finden, die auf die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden spezialisiert sind.

Bitte beachten Sie: Das Jugendamt kann Ihren Antrag auf Vaterschaftsanerkennung der Ausländerbehörde melden, wenn die Mitarbeiter*innen des Jugendamts denken, dass Sie die Vaterschaft nur anerkennen, um einen Aufenthaltstitel für sich oder die Mutter oder das Kind zu bekommen. Die Ausländerbehörde überprüft dann Ihren Fall. Das darf sie aber nur machen, wenn Sie nicht der leibliche Vater sind. Wenn die Ausländerbehörde Ihren Fall prüft, sollten Sie sich an einen Anwalt oder eine Beratungsstelle wenden.