Ausbildung

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland beantragen, wenn Sie hier eine qualifizierte Berufsausbildung machen möchten und eine Zusage von einem Ausbildungsbetrieb erhalten haben.  Eine qualifizierte Berufsausbildung ist eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf, die mindestens zwei Jahre dauert. Eine Liste mit allen qualifizierten Ausbildungsberufen finden Sie auf bibb.de.

In der Regel brauchen Sie dafür folgende Unterlagen:

  • Einen Ausbildungsvertrag oder ein konkretes Angebot für eine Ausbildungsplatz
  • Einen Nachweis über die Sicherung Ihres Lebensunterhalts
  • Einen Nachweis über Ihre Deutschkenntnisse (mindestens B1)

Wenn Sie eine duale Ausbildung machen möchten, muss in der Regel auch die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. Ob Sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, ist dann davon abhängig, ob für Ihren Ausbildungsplatz Auszubildende aus Deutschland oder der EU oder eine Person mit einem humanitären Aufenthaltstitel zur Verfügung stehen. Diese Personen hätten dann Vorrang. Diese Vorrangprüfung wird von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.

Mehr zum Thema Ausbildung erfahren Sie in unseren Kapiteln „duale Ausbildung“ und „schulische Ausbildung“.

Eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Ausbildung wird in der Regel für ein bis zwei Jahre erteilt und kann verlängert werden, bis Sie Ihre Ausbildung beendet haben. Sie dürfen während dieser Zeit zusätzliche zehn Stunden pro Woche in einem anderen Job arbeiten.

Wenn Sie nach dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung in Deutschland bleiben möchten, können Sie eine Aufenthaltserlaubnis für die Arbeitsplatzsuche oder eine Aufenthaltserlaubnis als Fachkraft beantragen. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Arbeitssuche“ und „Arbeit als Fachkraft“.