Geflüchtete

Alles rund um die Niederlassungserlaubnis für Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge und Menschen mit subsidiären Schutz und Abschiebungsverbot finden Sie in unserem Kapitel "Niederlassungserlaubnis für Geflüchtete".

Fachkräfte & Forscher*innen

Eine Fachkraft ist eine Person mit einer Arbeit, für die eine Berufsausbildung oder ein Studium notwendig ist. Fachkräfte und Forscher*innen können bereits nach 4 Jahren Aufenthalt eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Sie müssen nur 48 Monate in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Sie müssen einen Arbeitsplatz haben. Und Deutsch auf dem Niveau B1 sprechen. Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie können den Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern. Das bedeutet, dass Sie kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen dürfen.
  • Sie müssen über ausreichend Wohnraum für sich und Ihre Familie verfügen. Wie groß eine Wohnung sein muss, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Fragen Sie Ihre Sachbearbeiter*innen in der Ausländerbehörde oder eine Beratungsstelle in der Nähe.
  • Sie müssen eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie müssen den Orientierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Integrationskurse".
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

Absolvent*innen eines Studiums oder einer Ausbildung in Deutschland

Wenn Sie in Deutschland eine Berufsausbildung oder ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben und eine Aufenthaltserlaubnis als Fachkraft oder Forscher*in besitzen, sind die Voraussetzungen für Sie auch einfacher. Nach 2 Jahren mit einer Aufenthaltserlaubnis als Fachkraft oder Forscher*in können Sie die Niederlassungserlaubnis beantragen. Es genügt, wenn Sie nur 24 Monate in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Sie müssen einen Arbeitslatz haben. Und Deutsch auf dem Niveau B1 sprechen. Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie können den Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern. Das bedeutet, dass Sie kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen dürfen.
  • Sie müssen über ausreichend Wohnraum für sich und Ihre Familie verfügen. Wie groß eine Wohnung sein muss, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Fragen Sie Ihre Sachbearbeiter*innen in der Ausländerbehörde oder eine Beratungsstelle in der Nähe.
  • Sie müssen eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie müssen den Orientierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Integrationskurse".
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

Selbständige Unternehmer*innen

Wenn Sie ein erfolgreiches Unternehmen in Deutschland führen und Ihren Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern können, also kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen, können Sie bereits nach 3 Jahren eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Außerdem müssen Sie eine ausreichende Krankenversicherung und eine ausreichende Altersvorsorge haben. Sie dürfen nicht wegen Straftaten verurteilt worden sein.

Beamt*innen

Beamt*innen, die für einen deutschen Dienstherrn arbeiten, können bereits nach 3 Jahren  Aufenthalt die Niederlassungserlaubnis bekommen. Sie müssen auch keine Beiträge für die Rentenversicherung vorweisen. Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie können den Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern. Das bedeutet, dass Sie kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen dürfen.
  • Sie müssen Deutsch auf dem Niveau A2 sprechen und einen entsprechenden Nachweis vorlegen.
  • Sie müssen über ausreichend Wohnraum für sich und Ihre Familie verfügen. Wie groß eine Wohnung sein muss, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Fragen Sie Ihre Sachbearbeiter*innen in der Ausländerbehörde oder eine Beratungsstelle in der Nähe.
  • Sie müssen eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie müssen den Orientierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Integrationskurse".
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

 

Inhaber*innen der Blauen Karte EU

Wenn Sie eine Blaue Karte EU haben, können Sie sehr schnell eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Nach 33 Monaten mit der Blauen Karte EU können Sie die Niederlassungserlaubnis beantragen. Sie müssen nur 33 Monate lang Beiträge für die Rentenversicherung bezahlt haben, einen entsprechenden Arbeitsplatz haben und Deutsch auf dem Niveau A1 sprechen. Wenn Sie Deutsch auf dem Niveau B1 sprechen, können Sie bereits nach 21 Monaten eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie können den Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern. Das bedeutet, dass Sie kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen dürfen.
  • Sie müssen über ausreichend Wohnraum für sich und Ihre Familie verfügen. Wie groß eine Wohnung sein muss, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Fragen Sie Ihre Sachbearbeiter*innen in der Ausländerbehörde oder eine Beratungsstelle in der Nähe.
  • Sie müssen eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie müssen den Orientierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Integrationskurse".
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

Familienangehörige einer Person mit deutscher Staatsbürgerschaft

Wenn Sie Familienangehöriger einer Person mit deutscher Staatsbürgerschaft sind, haben Sie ebenfalls einfachere Voraussetzungen: Sie müssen erst seit 3 Jahren eine Aufenthaltserlaubnis haben. Außerdem müssen Sie Deutsch auf dem Niveau B1 sprechen und nachweisen, dass Sie mit der Person mit deutscher Staatsbürgerschaft weiterhin zusammenleben. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unseren Kapiteln "Heirat" / "Scheidung" und "In Deutschland geboren". Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie können den Lebensunterhalt für sich (und Ihre Familie) selbständig sichern. Das bedeutet, dass Sie kein Geld vom Jobcenter oder Sozialamt bekommen dürfen.
  • Sie müssen mindestens 60 Monate lang Beiträge für die Rentenversicherung bezahlt haben. Die Höhe der Beiträge ist dabei egal. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Kapitel "Rentner in Deutschland".
  • Sie müssen eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

Ehepartner*innen von ausländischen Personen mit Niederlassungserlaubnis

Wenn Sie mit einer Person mit Niederlassungserlaubnis verheiratet sind oder waren, können Sie auch selbst die Niederlassungserlaubnis bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Lebensunterhalt ohne Hilfe des Jobcenters / Sozialamts gesichert ist. Außerdem müssen Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen Deutsch auf dem Niveau A2 sprechen und einen entsprechenden Nachweis vorlegen.
  • Sie müssen über ausreichend Wohnraum für sich und Ihre Familie verfügen. Wie groß eine Wohnung sein muss, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Fragen Sie Ihre Sachbearbeiter*innen in der Ausländerbehörde oder eine Beratungsstelle in der Nähe.
  • Sie müssen den Orientierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Kapitel "Integrationskurse".
  • Sie dürfen keine größeren Straftaten begangen haben. Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen oder zu Bewährungsstrafen bis zu drei Monaten spielen in der Regel keine Rolle.

 

Kinder von ausländischen Personen

Kinder von ausländischen Personen können eine Niederlassungserlaubnis bekommen, wenn sie an oder nach ihrem 16. Geburtstag seit mindestens 5 Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Sobald das Kind volljährig ist, müssen zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein: Das Kind muss Deutsch auf dem Niveau B1 sprechen und seinen Lebensunterhalt ohne Hilfe des Jobcenters oder Sozialamts sichern. Personen, die eine Berufsausbildung oder ein Studium machen, müssen die Sicherung des Lebensunterhalts nicht nachweisen. Das Kind darf nicht wegen einer größeren Straftat verurteilt worden sein.