Kann ich verlangen, dass mein Wohnort geheim bleibt?

Sie können eine „Auskunftssperre“ nach §51 des Bundesmeldegesetzes bei Ihrer zuständigen Meldehörde beantragen. Das bedeutet, dass – mit Ausnahme von Behörden – niemand Ihre „personenbezogenen Daten“ (Name, Geburtstdatum, Wohnadresse, Familienstand) erfragen darf. Für so eine Auskunftssperre müssen Sie nachweisen, dass für Sie eine Gefahr durch eine Melderegisterauskunft besteht. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie von jemandem verfolgt werden oder in einem Bereich arbeiten, in dem viele Menschen bedroht werden (z.B. in der Rassismusbekämpfung). Die Auskunftssperre gilt zwei Jahre und kann auf Antrag verlängert werden. Sie kostet nichts. Das Einwohnermeldeamt informiert Sie normalerweise, bevor die Sperre automatisch aufgehoben wird.