Asylantrag abgelehnt

Muss ich jetzt ausreisen?

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kann Ihren Asylantrag nach der Anhörung ablehnen. Nach Ansicht der Entscheider haben Sie demnach keinen Anspruch auf eine der Schutzformen (Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder Abschiebungsverbot). Es gibt zwei Arten der Ablehnung eines Asylantrags: Die einfache Ablehnung und eine Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ oder „unzulässig“. Das BAMF schickt Ihnen einer dieser Ablehnungen in einem „ablehnenden Bescheid“ zusammen mit einer Abschiebungsandrohung per Post zu.

Sie haben aber das Recht bei Gericht Klage gegen die Ablehnung Ihres Asylantrages einzulegen. Bei einem ablehnenden Bescheid haben Sie meist zwei Wochen Zeit, bei einer Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ oder „unzulässig“ jedoch nur 7 Tage und müssen zusätzlich einen „Eilantrag“ zur Aufschiebung der Abschiebung bei dem zuständigen Gericht stellen.

Was muss ich wissen?

Mit der Abschiebung geht oft ein Einreise- und Aufenthaltsverbot einher. Wenn Ihre Abschiebung aus rechtlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, kann Ihnen die Ausländerbehörde eine Duldung erteilen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, einen Asylfolgeantrag zu stellen, wenn sich die Sachlage in Ihrem Herkunftsland gravierend ändert und es neue Belege für die Gründe Ihrer Flucht gibt.

Wenn die Sachlage sich zum Positiven ändert und für Sie keine Gefahr mehr in Ihrem Herkunftsland besteht, muss hingegen das BAMF Ihren Schutzstatus widerrufen. Wenn Sie zum Beispiel falsche Angaben während des Asylverfahrens gemacht haben, kann das BAMF Ihren Schutzstatus zurücknehmen

Von Ablehnung bis Asylfolgeantrag

Einfache Ablehnung

Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ oder „unzulässig“

Klage in erster Instanz

Fristen für das Einlegen einer Klage

Berufung, Revision und Beschwerde

Abschiebung

Duldung

Einreise- und Aufenthaltsverbot

Widerrufs- und Rücknahmeverfahren

Was ist ein Asylfolgeantrag?

Wichtig

Sie haben das Recht gegen den ablehnenden Bescheid des BAMF Klage einzulegen. Welches Gericht für die Klage zuständig ist und bis wann die Klage (Klagefrist) eingelegt werden kann, steht immer in der „Rechtsmittelbelehrung“ auf der letzten Seite des ablehnenden Bescheids vom BAMF.