LSBTTIQ

Identität und Orientierung

Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sind in Deutschland Ihre Privatsache. Der Staat muss Ihre Ausrichtung respektieren und schützen. Das heißt, homosexuelle Handlungen zwischen zwei Erwachsenen sind kein Verbrechen, wenn beide einverstanden sind. 

Seit 1. Oktober 2017 ist es nun in Deutschland für gleichgeschlechtliche Paare möglich, zu heiraten. Bis dahin konnten sie nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft schließen. Sie hatten dadurch allerdings nicht die gleichen Rechte.

LGBTIQ oder LGBT sind englische Abkürzungen. Sie stehen für Menschen, deren Sexualität und Geschlechtsidentität nicht traditionell sind. Im Deutschen wird manchmal die Abkürzung LSBTTIQ verwendet. L heißt lesbisch (Frauen, die Frauen lieben), S heißt schwul (Männer, die Männer lieben), B heißt bisexuell (Menschen, die Frauen und Männer lieben), T heißt transgender (Menschen, die nicht den heteronormativen Geschlechterrollen und -merkmalen folgen) und transsexuell (Menschen, die sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, sich aber nicht immer chirurgisch oder hormonell angleichen), I heißt intersexuell (Menschen, die genetisch, hormonell oder anatomisch nicht eindeutig weiblich oder männlich sind)und Q steht für queer (alle Menschen, die von den traditionellen Geschlechtsnormen und Partnermodellen abweichen).

Um für die Gesundheit und Sicherheit von LSBTTIQ Menschen zu sorgen, gibt es in Deutschland Gesetze. Sie können in Deutschland Asyl aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität erhalten. Wenn Sie während des Asylverfahrens oder in Ihrer Unterkunft Probleme haben, können Sie LSBTTIQ Gruppen um Hilfe bitten.

LSBTTIQ Rechte und Unterstützung

Homosexualität im Gesetz

Ehe und Zivilrecht

Rechte von Transgender und Intersexuellen

LSBTTIQ und Asyl

LSBTTIQ Unterkünfte

Wichtig

Wenn Sie LSBTTIQ sind und besonderen Schutz brauchen, können Sie Ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität während des Asylverfahrens erklären. Kontaktieren Sie vorher eine NGO, die besondere Hilfe und Beratung für LSBTTIQ Geflüchtete anbietet. Wenn Sie diskriminiert oder belästigt werden, können Sie die lokale Antidiskriminierungsstelle kontaktieren. Die Heimverwaltung, Hausverwaltung oder Sozialämter sind meist nicht hilfreich in solchen Situationen.