Anmeldung

Wo muss ich mich melden?

Wenn Sie nach Deutschland geflohen sind, müssen Sie sich bei den Behörden, wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Ausländerbehörde, der Polizei oder in einem Ankunftszentrum melden. Es kann aber auch sein, dass Sie bereits bei Ihrer Einreise bei der Grenzbehörde oder bei Ihrer Ankunft angemeldet werden. Auf jeden Fall werden Sie als Flüchtling registriert, Ihnen werden Fingerabdrücke abgenommen und einige Ihrer Daten werden gespeichert. Dies nennt man PIK (“Personalisierungsinfrastrukturkomponente”). Danach erhalten Sie einen Ankunftsnachweis.

Grundsätzlich müssen sich nicht nur Geflüchtete, sondern alle Menschen, die nach Deutschland kommen und länger als drei Monate bleiben möchten, nach zwei Wochen mit ihrer Wohnadresse bei den Behörden melden. Auch wenn Sie kein Asyl beantragen möchten, müssen Sie sich beim Einwohnermeldeamt oder dem Bürgeramt melden. Es gibt dazu sogar ein Gesetz, das Bundesmeldegesetz (BMG).

Nach der Anmeldung sollten Sie bei der Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel beantragen. Mehr zu den vier Schutzformen für Geflüchtete finden Sie in unserem Kapitel Bleiberecht. Wie genau man Asyl beantragt, lesen Sie im Abschnitt Asylverfahren.

Anmeldung und Registrierung

Wer muss sich wann anmelden?

Was ist ein Ankunftsnachweis?

Warum muss ich meine Fingerabdrücke abgeben?

Was wird beim Meldeamt gespeichert?

Was muss ich tun, wenn ich umziehe?

Welche anderen Aufgaben hat das Meldeamt?

Kann ich veranlassen, dass mein Wohnort geheim bleibt?

Welche anderen Melderegister gibt es?

Wichtig

Wenn Sie verfolgt werden oder in einem Beruf arbeiten, in dem Sie potentiell gefährdet sind, können Sie eine Auskunftssperre nach §51 des Bundesmeldegesetzes bei Ihrer zuständigen Meldehörde beantragen. Ihre Adresse ist dann geheim und kann von Dritten nicht einfach abgefragt werden.