Kindererziehung

Wer hilft mir?

Eltern sind nicht nur mit der Aufgabe konfrontiert, die eigenen Kinder großzuziehen, sondern sie auch zu erziehen. Welchen Erziehungsstil Sie dabei wählen, liegt ganz bei Ihnen. In vielen Familien gehören Streit und Probleme zum Alltag – nicht nur mit Teenagern, sondern auch mit jüngeren Kindern. Diesen wird in ihrem Alltag, in der Kita oder Schule teilweise viel abverlangt und auch sie sind oft Stress und Druck ausgesetzt.

Weint Ihr Baby die ganze Nacht? Findet Ihr Kind keine Freunde? Hält sich Ihr Teenager nicht mehr an die Regeln und kommt z.B. viel zu spät nach Hause? Reagiert Ihr Kind oft aggressiv oder verkriecht sich in seinem Zimmer? Verbringt Ihr Kind seine Freizeit nur noch am Computer oder Handy? Hat Ihr Kind Probleme in der Schule? Oder mit der Polizei? … Keine Sorge. Sie sind mit Ihren Problemen und Aufgaben nicht allein. In Deutschland gibt es ein breites Netz an Beratungsstellen und Organisationen, die Ihnen bei der Erziehung Ihrer Kinder zur Seite stehen.

Wichtig: Kinder haben in Deutschland ein Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt. Das ist in §1631 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt. Es ist verboten, sein Kind körperlich oder seelisch zu bestrafen oder zu verletzen. Konkret bedeutet dass, dass z.B. Ohrfeigen, Schubsen, Schütteln, Einsperren, an den Haaren ziehen, Schläge, Verletzungen der Haut, Prügel, Treten und auch Demütigungen, Drohungen, etc. verboten sind. Wenn das Jugendamt durch Nachbar*innen, Kita oder Schule von einem auf diese Weise misshandelten Kind erfährt, wird es diese Vorwürfe überprüfen. Mehr zu den Aufgaben des Jugendamts erfahren Sie in unsere Kapitel "Jugendamt".

Wo finde ich Hilfe?

Elternhotline

Frühe Hilfen

Familien- und Erziehungsberatungsstellen

Elternkurse für geflüchtete Eltern

Elterntreffs

Kinder- und Jugendhilfe

Wichtig

Wenn Sie Sorgen und Probleme mit Ihrem Kind haben oder Sie sich überfordert fühlen, können Sie auch die Kita oder Schule Ihres Kindes nach Hilfe fragen. Die Erzieher*innen und Lehrer*innen können Sie an Sozialarbeiter*innen oder Erziehungsberatungsstellen vermitteln.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Dennoch beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.